Durch die Kabbalah entdecken wir, dass das Geben an andere viel mehr ist als eine nette Idee. Das selbstlose Teilen des eigenen Reichtums, der Zeit und des Talents ist ein großartiges spirituelles Werkzeug, das die Macht hat, Leben zu verändern.

Laut dem Zohar, dem heiligen Text der Kabbalah, gibt es drei verschiedene Ebenen des Gebens, jede mit ihrem eigenen spirituellen Nutzen. Unser Ziel in diesem Leben ist es, unseren eigenen Wunsch zu empfangen in eine wohltuende Kraft zu verwandeln, die wir mit anderen teilen. Auf diese Weise werden wir wie der Schöpfer und bringen Licht in die ganze Welt.

EBENEN DES GEBENS:

Gemeinschaftliches Geben bedeutet, innerhalb der eigenen Umgebung zu teilen. Die Kabbalisten lehren, dass Moses vor der Offenbarung der Zehn Sprüche am Berg Sinai sein Volk aufforderte, Verantwortung für das Wohlergehen der anderen zu übernehmen. Nur wenn sie sich in ihrer gemeinsamen Verpflichtung zu gegenseitiger Verantwortung einig waren, konnten Wunder geschehen. Zu lernen, Verantwortung für unsere Freunde, unsere Familie, unsere Gemeinschaft und die ganze Welt zu übernehmen, ist eine der wichtigsten und lohnendsten kabbalistischen Lektionen.

Der Zehnte ist die Abgabe von zehn Prozent des eigenen Einkommens. Das Wort "Zehnte" kommt von dem hebräischen Wort eser, was "zehn" bedeutet. Kabbalisten erklären, dass das Abgeben von zehn Prozent unseres Einkommens dazu beiträgt, Einschränkungen zu beseitigen, die den Fluss des Segens in unser Leben blockieren könnten.

Tzedaka ist das Teilen über den Zehnten hinaus - mehr als zehn Prozent unseres Einkommens. Dies ist die wirksamste Form der Wohltätigkeit, die man geben kann. Der Zohar sagt uns, dass die Welt die Beseitigung von Chaos, Frieden und Wohlstand erleben wird, wenn sich genügend Menschen in Tzedaka engagieren.